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Tief verbunden und getragen sein

12. Okt.
2 Min. Lesezeit

Stell dir einen Moment lang vor, wie es wäre, jemanden an deiner Seite zu haben, der immer für dich da ist. Jemanden, auf den du dich verlassen kannst und bei dem du ganz selbstverständlich um Hilfe bitten kannst. Jemanden, der dich daran erinnert, dass du mit den Herausforderungen des Lebens nicht allein bist.


Ah, da entspannt sich etwas. Wir können innerlich loslassen und mehr im gegenwärtigen Moment ankommen.



Und doch kennen die meisten von uns auch das Gegenteil: mit unserer Überforderung und unserem Schmerz allein zu sein. Gerade dann, wenn wir jemanden brauchen würden, ist niemand für uns da. Oder die Menschen, die uns nahestehen, bemerken nicht, wie es uns geht – oder es fühlt sich zumindest so an, als würde es sie nicht interessieren.


In solchen Momenten ist die Versuchung groß, uns innerlich zurückzuziehen und allein zurechtzukommen. Weil wir denken: „Es interessiert ja doch niemanden, wie es mir geht.“ Wir kapseln uns ab und kämpfen weiter.


Dabei bräuchten wir gerade in diesen Momenten einen anderen Menschen an unserer Seite. Doch indem wir uns mit unserer Überforderung und unserem Schmerz nicht zeigen, nehmen wir anderen auch die Möglichkeit, für uns da zu sein. Und so verständlich unsere Gründe dafür auch sein mögen: Dieser Rückzug bringt uns nicht unbedingt das, wonach wir uns eigentlich sehnen – Verbindung, Geborgenheit und das Gefühl, nicht allein zu sein.


Auch der Weg des inneren Wachstums kann dieses Muster manchmal ungewollt verstärken. Wir versuchen, besser mit uns selbst zurechtzukommen, unsere Schwierigkeiten weniger schmerzhaft zu erleben und niemanden mit unseren Problemen zu belasten.


Doch je mehr wir unsere innere Welt für uns behalten, desto schwieriger wird es, die Erfahrung zu machen, dass andere Menschen für uns da sein können. So verstärken wir ungewollt das Gefühl, auf uns allein gestellt zu sein, und halten den Kreislauf unseres Leidens aufrecht.


Unsere Praxis des Inneren Er forschens bietet uns die Möglichkeit, unser inneres Erleben und unsere Verletzlichkeit in Verbindung zu bringen. Wir lernen, Vertrauen zu entwickeln und uns im Kontakt mit anderen sicherer zu fühlen. Dabei öffnen wir uns nicht nur dem, was in uns vorgeht, sondern wagen es auch, einen Teil unserer inneren Welt mit einem anderen Menschen zu teilen, der präsent ist und uns begegnet.


In solchen Momenten können wir erfahren, dass schwierige Gefühle und schmerzhafte Erfahrungen zwar zum Leben gehören, wir ihnen aber nicht allein begegnen müssen. Wenn jemand bei uns ist, können wir lernen, bei dem zu bleiben, was wir fühlen, uns darauf einzulassen und es wirklich zu erleben.


Diese Woche lade ich dich ein, ein schwieriges Thema aus deinem Leben mitzubringen und es gemeinsam mit einem anderen Menschen zu erforschen. So kannst du erfahren, dass du auch in schwierigen Momenten nicht allein bist.


Wie immer erwarten dich ein kurzer thematischer Impuls, eine Meditation und ein angeleitetes Inneres Erforschen.


Als Inspiration dazu teile ich auch ein Video von Brené Brown über die Bedeutung von Empathie, Verbundenheit und Verletzlichkeit.



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